Zentrale
Neue Woche, neues Glück von Hermione
Heute Mittag habe ich mich mit meinen “alten” Freunden getroffen.
Wir haben uns schon lange nicht mehr gesehen und es war richtig schön in unserer bekannten Runde zu Mittag zu essen.
Früher sind wir regelmäßig zu unserem Lieblings-Sushi-Dealer gegangen, so also auch heute.
Simon und Peter ware schon da als ich eintraf (mein letzter Termin dauerte etwas länger als geplant).
Wir unterhielten uns über die alten Zeiten, über meinen Umzug, über ein paar Geschehnisse in Defihausen (natürlich habe ich nicht alles erzählt, die würden mich ja direkt einweisen lassen, weil sie mir die Geschichten nicht glauben würden) und über … Frauen …
Irgendwie stehe ich mit dem Thema Frauen ja auf Kriegsfuß. Ich weiß auch nicht warum, aber ich habe immer wieder Pech.
Zwar verdrehen mir immer wieder Frauen die Augen, aber dann wirds doch wieder nichts. Vielleicht liegt es ja an meiner Tollpatschigkeit, vielleicht auch an meinem Charakter (ich hoffe nicht), oder an meiner Optik, aber was soll ich machen? Ich möcht auch irgendwann mal eine Frau kennenlernen, die mich so liebt wie ich bin und nicht die Flucht ergreift. Naja, also gaaanz einsam bin ich ja nun nicht *hust*, ein bisschen Spaß muß ja mal sein *räusper*, aber nur mit Spaß möchte ich nicht alt werden.
Wir quatschten also mehr über die Flammen von Simon und Peter, ich hielt mich dezent zurück.
Simon war nun seit einem halben Jahr mit Meike zusammen und sprach inzwischen schon von einer gemeinsamen Wohnung, von Hochzeit und Kindern. Peter schüttelte über seine Pläne nur den Kopf.
Peter ist der totale Draufgänger, will sich nicht fest binden und nimmt mehr oder weniger jede Frau mit nach Hause, die nicht bei drei auf den Bäumen ist.
Auf Simon war ich schon ein bisschen neidisch, aber ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen. Beide würden nur wieder über mich und meine Frauengeschichten lästern, wenn ich zu viel von mir Preis geben würde.
Nach etwa einer Stunde waren wir alle wohl gesättig und wechselten in eine bekannte Kaffeehauskette, den Steuermann.
Mit unseren Kaffees und meinem Tee bewaffnet suchten wir uns einen gemütlichen Platz auf den Sofas.
Ich saß mit dem Blick zur Tür und sah sie eintreten…
Groß, sportliche Figur, ihre langen dunklen Haare zu einem Zopf gebunden, blaue Augen und eine Ausstrahlung … oh Gott (ok, der kann nichts dafür) … was für eine Frau!!!
Scheinbar starrte ich sie einen Moment zu lange an, denn Simon und Peter drehten sich zeitgleich Richtung Eingang und grinsten.
Sie rissen mich aus meinen Gedanken und versuchten mich von dieser hübschen Frau abzulenken.
Immer wieder versuchte ich einen Blick auf sie zu erhaschen … und dann … oh man, sie erwiderte meinen Blick. Oder fühlte sie sich von meinen Blicken belästigt. Da, wieder schaute sie ganz kurz zu mir herüber.
Ich spürte, wie mein Kopf langsam die Farbe eines Krebses annahm, zumindest ging ich davon aus, denn meine Ohren glühten.
Dieses zauberhafte Wesen hatte mit ein paar Freundinnen zwei Tische von uns entfernt Platz genommen. Sie unterhielt sich ganz normal mit ihren Begleiterinnen, schaute aber schon ab und zu zu uns herüber.
Hm, sollte ich einfach zu ihr herüber gehen? Nein, das traute ich mich nicht. Wenn mir eine Frau wirklich gefiel, dann wurde ich plötzlich extrem schüchtern, verfiel fast in ein Kleinkindverhalten zurück.
Simon und Peter rieten mir mehrfach, dass ich einfach zu ihr herüber gehen sollte, einen lässigen Spruch ablassen sollte und dann nach ihrer Nummer fragen sollte. Oh nein, ohne mich.
Meine Freunde waren aber eigentlich schon sehr nett und versuchten nicht zu viel zu lästern. Sie blieben sogar extra mit mir länger im Café als wir eigentlich geplant hatten.
Einige Zeit später schien es, als wollten die Frauen ihre Runde auflösen. Die süße, namenlose Frau kramte in ihrer Tasche und zog ein Schachtel Sckoko-Nuß-Küsschen heraus. Ihre Freundinnen bekamen jeder eines der süßen Versuchungen und auch sie entfernte das Papier eines Küsschens.
Simon riss mich aus meinen Gedanken und Beobachtungen. Meine Freunde wollten endlich nach Hause. Mist, jetzt würde ich nicht mehr sehen können wie sie das Café verlässt. Etwas enttäuscht packte ich meine Sachen zusammen und wollte gerade aufstehen als jemand neben mit stehenblieb. Ich sah hinauf und erstarrte.
Wow, sie roch so gut!
Ohne ein Wort zu sagen legte sie eines Ihrer Süßigkeiten vor mir auf den Tisch und verließ das Café.
Ich verharrte einen Moment wie zu Stein erstarrt.
Langsam nahm ich das Küsschen, sah es einen Moment an und entfernte das Papier. Ich zerknüllte das Papier, sah aber im letzten Augenblick, dass etwas auf der Innenseite des Papiers geschrieben stand.
Ihre Handynummer …
Simon, Peter und ich verabschiedeten uns voneinander und ich fuhr nach Hause. Das Papier verstaute ich vorerst in meinem Portemonaie damit ich es nicht verlieren konnte.
Sollte ich sie anrufen? Lieber eine SMS schreiben? Oder ist es wohl eine Fakenummer?
Hmmm … ich war echt nervös.
Nach endlosen Gedanken entschloss ich mich zu einer SMS.
Hallo Unbekannte, vielen Dank für Deine Handynummer! Verrätst Du mir Deinen Namen? Liebe Grüße Timo (der Typ aus dem Steuermann)
Ich glaube, dass war nicht zu aufdringlich, aber ich zeigte ein bisschen Interesse. Mal abwarten, ob ich eine Antwort bekomme.
(P.S.: Der Eintrag war eigentlich für mein “About” gedacht, wurde aber kurzerhand vom Zentralisten in dei Soap aufgenommen)
…weiter gehts bei n8engel
[...] angetwittert. Aber Tpatsch ist seit letzter Woche total durch den Wind. Seit seinem letzten Besuch im Gasmann höre ich nur noch Martina hier, Martina da … ich glaube, die Dame hat ihm [...]