Die Bahn kommt … III

Posted: 13. November 2010 in Papua Neuguinea
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Mit der neuen Bahnverbindung hat bis jetzt zum Glück alles geklappt.
Vor Köln musste ich ein bisschen bangen, ob ich meinen Anschlusszug bekomme, aber sonst hat alles reibungslos funktioniert.
Paul hat zwar zwischendurch ein bisschen den Wagon aufgemischt, aber nach etwa 10min konnte ich ihn wieder einfangen.
Die Kinder waren total begeistert, die Eltern waren entsetzt, dass er ihren Kindern das Obst geklaut hat und die anderen Fahrgäste zeigten eine Mischung aus amüsiert und genervt.
Einfangen konnte ich Paul auch eigentlich nur, weil die kleine Mirija ihn mit ihrer Kaki-Frucht locken konnte. Vielen Dank nochmal an Mirija für ihre tatkräftige Unterstützung!

Inzwischen hat sich der Kleine wieder beruhigt und schläft friedlich in seinem Rucksack. In unserem neuen Zug hat ihn noch niemand bemerkt, aber das ist auch gut so. Der Schaffner schaute mich nur etwas komisch an, weil ich den Rucksack absolut nicht zur Seite legen wollte. Aber was interessiert mich das? Ich habe eine Fahrkarte und damit ist es doch gut.

Wenn jetzt nichts mehr dazwischen kommt, dann erreichen wir in etwa 15 min Frankfurt.
Dann muß ich nur noch die anderen finden.

Auf gehts nach Papua Neuguinea!

Die Bahn kommt … II

Posted: 13. November 2010 in Papua Neuguinea
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Soooo … jetzt bin ich etwas schlauer.
Nachdem ich nun schon stundenlang auf meinen Zug warte habe ich endlich Informationen bekommen.
Mein ICE kommt mit über 190min Verspätung und fährt nur bis Dortmund. Ab Dortmund müsste ich in einen IC umsteigen. Da der IC aber schon um 16.36h in Dortmund abfährt werde ich dies nicht schaffen (beamen kann ich mich schließlich noch nicht).
Es gab wohl einen Notarzteinsatz im Zug. Der ICE hat dafür wohl extra in Elmshorn gehalten.
Naja, ist jetzt ja auch egal, denn mein ursprünglicher Zug kommt dadurch für mich nicht mehr in Frage.
Im Servicecenter konnte ich dann zum Glück (nach viel Überredungskunst) auf eine andere Verbindung umbuchen.
Nun fährt mein Zug um 16.44h in Bremen ab und ich sollte um 20.51h in Frankfurt sein.
Hoffentlich klappt wenigstens das…

Die Bahn kommt …

Posted: 13. November 2010 in Papua Neuguinea
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Es hätte ja so schön sein können.
Heute Mittag habe ich mich frühzeitig von Christiane verabschiedet, habe meine Rücksäcke geschultert (und gebaucht ;) ), habe Paul in seinen Rucksack gesetzt und habe mich auf den Weg zum Bahnhof gemacht.
Mein ICE sollte um 14.44h in Bremen starten und um 19.59h in Frankfurt am Flughafen ankommen.
Ohne Umzusteigen, ohne Streß …
Zumindest dachte ich das.
Nun habe ich heute erfahren, dass ich ab Dortmund mit einem IC weiterfahren muss. Ein Ersatzzug. Leider habe ich nicht mitbekommen warum ich nun doch umsteigen muss und mit dem IC weitergondeln muss.
Naja, laut Plan komme ich wohl trotzdem um 19.59h am FLughafen Frankfurt an. Hoffentlich! Denn ich habe keine Lust nachher im totalen Streß in Frankfurt anzukommen und noch so eben ins Flugzeug zu hechten.
Um 16.36h soll mein IC in Dortmund abfahren … ich hoffe so sehr, dass das alles noch klappt!
Drückt mir bitte die Daumen!!!

Zentralartikel
Federkiels Auszeit

Ich hatte ja gestern schon angekündigt, dass ich von meinem Abend in Bremen berichten werde.
Ja, was ist alles passiert?
Gaaaaaanz viel.
Christiane hat mich ja ins Kino entführt und ich wusste so gar nicht was auf mich zu kommt.
Gemeinsam haben wir uns einen tollen Actionfilm angeschaut. (Was für eine Frau!?! Es war ihre Idee den Film zu schauen!)
Anschließend haben wir den Abend bei einer Flasche Bier (ok, es waren ein paar Flaschen mehr) auf dem Sofa ausklingen lassen. Christiane hat eine beeindruckende DVD-Sammlung, so dass wir genügend Auswahl zur Verfügung hatten. Eigentlich hätten wir den Player auch ausgeschaltet lassen können, da wir eh die meiste Zeit gequatscht haben.
Irgendwann, es war defintiv schon nach Mitternacht, bereitete ich das Sofa zum Zubettgehen vor. Danach versorgte ich Paul und holte ihn ins Wohnzimmer. Der Kleine ist echt putzig. Er hat sich richtig gefreut, dass er mit aufs Sofa durfte. Wir hatten uns gerade aneinander gekuschelt als ein greller Schrei aus Christianes Schlafzimmer kam.

Quiiiiiiiiiiiieeeeeekkkkkkk

Ich schreckte auf, Paul verkroch sich unter der Decke, und ich lief zur Schlafzimmertür.
*klopf klopf*
Vorsichtig öffnete ich die Tür und sah in den dezent beleuchteten Raum. Auf dem Bett lag Christiane, in einen Hauch von nichts gehüllt, grinste mich an und forderte mich auf zu ihr ins Bett zu steigen.
Ich fragte etwas verdattert was denn passiert sei.

Irgendwie musste ich Dich doch in mein Schlafzimmer locken…

Erst jetzt wurde mir bewußt, dass ich mit meiner Boxershorts (ja, es sind Bärchen darauf abgedruckt … es ist ja nur ne Schlafbuchse) und meinem zerschlissenen T-Shirt eher lächerlich wirken musste.
Etwas verschämt krabbelte ich unter die Bettdecke und ließ mich verführen überraschen.
Uih uih uih … (zensiert! war nicht jugendfrei) waren das interessante Stunden!
Irgendwann bemerkte wir ein komisches Geräusch an der Schlafzimmertür. Es dauerte einen kurzen Augenblick bis wir verstanden was los war.
Ich öffnete die Tür und Paul hoppelte hinein, zielstrebig ins Bett und beanspruchte seinen Platz.
Wir kuschelten uns alle aneinander und schliefen recht schnell ein.
Naja, und dann wurds auch schon wieder hell.

Ach ja … und … hatte ich es schon erwähnt? Morgen gehts los nach Papua Neuguinea! *freu*

Mein Anreise

Posted: 11. November 2010 in Papua Neuguinea
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So, heute habe ich meine Anreise zum Flughafen geplant.

Wir fliegen ja am 13.11.2010 um 23:20h ab Frankfurt (Main).
Nun bin ich ja vorher in Bremen, daher ändert sich meine Anreise also etwas.

Ich habe während der Fahrt nach Bremen meine Verbindung für Samstag reserviert und gebucht.

Um 14:44h startet meine Reise also in Bremen. Mit dem ICE1025 komme ich dann um 19:59h in Frankfurt am Flughafen an. Da werde ich mir wohl noch ein Buch kaufen müssen um die 5Std15min gut zu überleben.
Naja, mal schauen, ob ich im Bahnhofsbuchladen noch etwas passendes finde. Vielleicht gibts da ja einen Reiseführer für Papua Neuguinea.

Falls Ihr Euch fragt, warum ich schon so früh in Frankfurt ankomme … sicher ist sicher. Man kann ja nie wissen was unterwegs alles passiert? Vielleicht ist die Bahn ja unpünktlich und will auf keinen Fall unseren Flieger verpassen! Das Baumkänguru-Aktionspaket gibts ja schließlich nur für den Flug.

Monsterdocs Zentrale
Tina Fisch

So langsam werde ich doch ein bisschen nervös.
Am Samstag geht es los, die große Reise.
Aber bevor ich Deutschland das erste Mal richtig weit verlasse besuche ich noch meine Freunde in Bremen.
Schon lange wollten wir uns mal wieder treffen, aber irgendwie hat es immer wieder nicht geklappt. Nun nutze ich die Chance (ich habe mir jetzt einfach mal etwas länger Urlaub genommen) und fahre vorm Abflug nach Bremen.
Paul hopst munter durch die Wohnung und hinterläßt ein dezentes Chaos. Ok ok, es ist dann doch eher ein mittelschweres bis absolutes Choas. Überall liegen Fruchtstückchen und Blätter verteilt. Naja, er kennt scheinbar nicht den Unterschied zwischen Blättern, die irgendwann mal am Baum hingen und Blätter, die uns auch als Zettel, also Papier bekannt sind. Ich wusste bisher gar nicht wie klein man Papier zerreißen kann.
Nachdem ich meinen Trekkingrucksack gepackt habe suche ich meinen alten kleinen Rucksack aus dem Schrank. Den werde ich wahrscheinlich vorm Bauch tragen, damit Paul auch ein warmes Plätzchen hat.
Als alles gepackt im Flur liegt schnappe ich mir den Besen und versuche meine Bude ein bisschen aufzuräumen. Allerdings klappt es nicht wirklich, da Paul sich immer wieder über die zusammengefegten Schnipsel hermacht. Ach, egal. Dann werde ich halt aufräumen, wenn ich aus dem Urlaub zurück bin.
Ich schultere meinen großen Rucksack, den kleinen trage ich bereits vorm Bauch und fange Paul ein. So ganz möchte er wohl nicht im “Beutel” verschwinden, denn er versucht immer wieder die Kordel zu öffnen, die den Rucksack oben verschließt.
Nach ein paar Minuten “Kampf” ergibt sich Paul seinem Schicksal und kuschelt sich in den Rucksack.
Wir fahren mit dem Zug nach Bremen und werden dort von meinen Freunden erwartet … dachte ich … aber Fehlanzeige. Ich versuche meinen Kumpel anzurufen, doch der geht nicht an sein Handy. Mein anderer Kumpel reagiert auch nicht.
Bevor wir nun Ewigkeiten im regen stehen und warten (ja, ich weiß, ich könnte auch einfach im Bahnhofsgebäude bleiben, da wäre es zumindest trocken) suche ich mit meinem Handy im Internet nach einem Schlafplatz. Nach kurzer Suche finde ich einen Sofaplatz an der Grundstraße.
Eine halbe Stunde später habe ich endlich den Hauseingang gefunden. Eine nette junge Frau öffnet mir die Tür.

Hi! Ich bin Christiane!

Öhm, hallo! Timo…

Ich wollte gleich ins Kino … kommste mit?
Deine Sachen kannst Du erstmal in den Flur stellen.

Hm, interessant … so einfach gestaltet sich die Abendplanung … cool …
Ich erkläre Christiane noch schnell, dass ich Paul irgendwo absetzen muß.
Erst fühlt sie sich wohl verarscht, dann fängt sie herzhaft an zu lachen und schließlich schaut sie neugierig in meinen Rucksack. Paul ist gerade erst wach geworden und schaut etwas zerknirscht aus dem Fell.
Christiane erlaubt mir ihn ins Bad zu bringen, dort kann er wenigstens nicht all zu viel anstellen (hoffe ich).
Ich stelle ihm noch schnell ein bisschen Obst ins Bad und schon schleppt mich meinen neue Bekannte aus dem Haus.
Zielstrebig gehen wir zum Kino und suchen unsere Plätze. So früh war ich, glaube ich, noch nie im Kino. Aber ich warte einfach mal ab was der Abend noch so bringt …
Ich werde dann später oder morgen berichten was noch alles passiert ist.

3…2…1…meins

Posted: 10. November 2010 in Papua Neuguinea
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Gestern Abend zitterte ich noch am PC. Erst um 21.47h konnte ich aufatmen. Ich habe die Auktion gewonnen.
Was ich mir ersteigert habe?
Ein Baumkänguru!
Nein, nein, meckert bitte nicht! Ich weiß, dass man eigentlich keine Tiere in Onlineauktionshäusern ersteigern sollte, aber es war ein Notfall.
Ich brauche doch ein Baumkänguru um den Aktionspreis für meine Reise nach Papua Neuguinea (PNG) zu bekommen.
Direkt nach Auktionsende habe ich Kontakt zum Verkäufer aufgenommen und er bestätigte, dass ich mein neues Haustier heute abholen könne.
Heute Morgen, ganz früh, startete ich also mein kleine Reise in den hohen Norden.
Gegen 10h klingelte ich beim Hausmeisters des ortsansässigen Zoos.
Die “Übergabe” verlief problemlos und ziemlich schnell. Eigentlich hob der Hausmeister nur ein gefesseltes Känguru in mein Auto (ich hatte mir vorsichtshalber eine Transportbox mitgebracht). Auf meine Frage warum es gefesselt sei bekam ich nur eine kurze Antwort …
Sie werden schon sehen…
Hm, was sollte das denn heißen?
Der Hausmeister verschwand wieder in seinem Haus und warf hinter sich die Tür geräuschvoll ins Schloss.
Ich befreite das arme Känguru von seinen Fesseln und verschloss die Transportbox. Im nächsten Moment klapperte und schepperte die ganze Box durch meinen Kofferraum. Das Tier hatte echt Energie. Hm, wie sollte ich es denn nach der Rückfahrt aus der Transportbox holen ohne direkt Verletzungen zu erleiden oder noch schlimmer, es würde ausbüchsen …
Naja, darüber brauchte ich ja erstmal keinen Gedanken zu verschwenden.
Als ich endlich wieder zu Hause angekommen war trug ich die komplette Box ins Haus und stellte sie neben das Sofa. Vorsichtig öffnete ich das Türchen und setzte mich aufs Sofa.
Auch nach 10min hatte das Känguru seine Kiste noch nicht verlassen. Hm, was nun? Naja, abwarten.
Ich ging in die Küche und überlegte was ich essen sollte. Ich entschied mich für einen Obstsalat. Ich suchte mir verschiedene Früchte zusammen und schnitt sie klein.
Plötzlich hörte ich etwas …
*taps* *taps* *taps*
Als ich Richtung Wohnzimmer schaute sah ich das kleine süße Ding auf mich zuhoppeln. Es sah irgendwie witzig aus, ein bisschen unbeholfen.
Ich schnippelte weiter an meinem Obst herum und spürte plötzlich etwas an meinem Hosenbein. Ich blickte hinab und sah, dass das Känguru versuchte an meinem Bein hochzuklettern. Ich hob es hoch und setzte es auf die Arbeitsplatte. Tja, und schon wars geschehen. Der Kleine machte sich über meinen Obstsalat her. Dann fällt mein Snack halt aus.
Ich nahm den Obstsalat und das Känguru mit ins Wohnzimmer, schnappte mir meinen Laptop und surfte ein bisschen im Internet. Da mein Känguru immer noch keinen Namen hatte suchte ich erstmal nach seiner genauen Art. In der Auktion stand, dass es sich bei meinem neuen Mitbewohner um ein Matschie-Baumkänguru handelt. Ich las den Bericht und entschied, dass der kleine Kerl Paul heißen soll. Ja, Paul, das war gut …
Nachdem ich die Schnweinerei, die Paul mit dem Obstsalat hinterlassen hatte, aufgeräumt hatte, machte ich mir nochmal Gedanken darüber was der Verkäufer meinte, als er sagte, dass ich schon sehen würde was los ist.
Ich konnte mir keinen Reim daraus machen. Also schrieb ich eine Email an den Verkäufer.
Sehr geehrter Herr Hagen (Name geändert),
bisher konnte ich mir noch keine Reim daraus machen, was Sie mit Ihrem Kommentar meinten, dass ich noch sehen würde was los ist.
Was meinen Sie genau damit? Bisher ist alles sehr streßfrei verlaufen.
Paul, also das Känguru, hat sich schon erfolgreich über mein Obst hergemacht und schläft nun friedlich auf dem Sofa.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Timo Satsch

Ich drückte auf “Senden” und stellte meinen PC zur Seite.
*gähn*
Oh man, ich bin echt müde. Die Autofahrt war echt anstrengend. Ich werde es mir erstmal vorm Fernseher gemütlich machen.

Zentrale
Federkiel – Folge den roten Herzchen

Überall wird von der Singlebörse, von roten Herzchen und Schnulz gesprochen und ich? Ich sitze seit einigen Tagen zu Hause und vergrabe mich in meiner Bettdecke.
Halloween kam Martina ja zu mir und blieb für ein paar Tage. Es war total schön. Wir hatten eine Menge Spaß (naja, gut, dass die Nachbarn ein bisschen weiter weg wohnen, sonst hätten die sich wohl gestört gefühlt).
Und dann kam der Freitag.
Ich dachte eigentlich, dass alles gut sei. Wir haben uns gut verstanden und ich habe mich in Martina verliebt.
Und plötzlich geht sie einfach. Keine Ahnung warum …
Sie sagte nur ein paar Worte dazu. Irgendwas von wegen sie könnte das nicht und sie wäre noch nicuht so weit sich zu binden und solche Sachen.
Ich konnte nicht wirklich etwas dazu sagen, ich war einfach total geschockt!
Martina verließ mein Haus, zog die Tür hinter sich zu und fuhr fort.
Ich habe seit Freitag nichts mehr von ihr gehört. Gar nichts! Keine Anruf, keine SMS, keine Email!
Was habe ich denn falsch gemacht???
Nun habe ich mich also seit Freitag in meinem Haus verkrochen. Gestern war kurz ein Sushi-Taxi da um mich zu verpflegen, aber sonst habe ich keinen Menschen gesehen.
Ich weiß noch gar nicht wie ich das den Anderen erklären soll. Die hatten doch den Eindruck, dass das was Ernstes werden könnte.
Hm, vielleicht sollte ich mich noch ein paar Tage lang verkriechen und dann versuche ich einfach so zu tun als wäre nichts gewesen. Vielleicht verschonen die Anderen mich ja und fragen gar nicht erst nach.
Ja, ich glaube, so mache ich es. Bis Mittwoch habe ich noch frei, Donnerstag muß ich wieder zu einem Kunden. Nach meinem Termin muß ich mich dann wohl der Zukunft stellen.
*tief durchatmen* *tränen wegwischen*
Ich gehe in die Küche und mache mir einen Tee. Vielleicht kann ich den Abend ja vor dem Fernseher verbringen. Kommt irgendwas Vernünftiges? Egal, irgendwas werde ich wohl finden, zur Not wirds ne DVD.
*dingdong*
Ich bin nicht da …. (denke ich mir, würd ichs rufen, dann wüsste der besucher ja, dass ich zu Hause bin)
*dingdong*
Lasst mich alle in Ruhe, ich will alleine sein! (natürlich denke ich das auch wieder)
*dingdong*
Ich schluffe langsam und genervt zur Tür und öffne sie.
Na super, keiner mehr da. Ich schaue den Weg entlang, kann aber niemanden entdecken.
Jetzt sehe ich den Briefumschlag auf meiner Fußmatte.
Ich schließe die Tür, gehe zurück in die Küche und hole meinen Tee. Als ich auf dem Sofa sitze öffne ich den Brief.

Moin Timo,
ich glaube, wir müssen reden.
Mittwoch um 20h im Gasmann?
Werde dort auf Dich warten.
Gruß Gott der Affen

Jetzt verstehe ich gar nichts mehr. Warum will sich der Gott der Affen mit mir treffen?
Naja, ich werde es dann ja am Mittwoch erfahren.

Reif für die Insel

Was bisher geschah…
Brief von dem Güntär

Sooooo … heut ist Halloween … ich liebe diesen Tag.
Ich habe mein ganze Haus passend zum Event geschmückt. Überall hängen künstliche Spinnenweben, Spinnen und Gespenster. Außerdem wird die Einfahrt zu meinem Haus von vielen Kürbissen geziert. Viele von den Kürbissen enthalten Kerzen, die schön gruselig flackern.

Mal abwarten, ob sich ein paar Kinder an meine Tür verirren.
Ich bin bestens für den Besuch vorbereitet. Neben der Tür steht eine große Schale mit Süßigkeiten und Muffins (ich habe vorhin ein paar Kürbis-Grusel-Muffins gebacken).

Gespannt sitze ich im Wohnzimmer und lasse mich vom Fernsehprogramm einlullen.

*dingdong*

Als ich die Tür öffne schallt mir ein “Süßes oder Saures” gefolgt von Kindergelächter entgegen. Ich spiele gekonnt erschrocken und halte ihnen zitternd die Schüssel mit den Süßwaren entgegen. Alle Kinder bedienen sich und ziehen weiter.
Ich mache es mir wieder auf dem Sofa gemütlich und warte auf die nächste Schar.

*dingdong*

Erneut gehe ich zur Tür und erschrecke vor den Geistern vor meiner Tür. Die Kinder freuen sich, dass ich mich doch sooooo erschrocken habe und stopfen ihre Taschen mit Süßigkeiten voll.

Scheinbar sind nicht all zu viele Kinder der Stadt unterwegs oder sie bevorzugen einfach andere Gebäude. Ok, mein Grundstück sieht mit der Deko wirklich sehr gruselig aus, zumal es ja ein altes Industriegebäude ist.

Vor dem Fernseher nicke ich ein und träume von Martina. Ich weiß nicht wie lange ich geschlafen habe als es an der Tür schellt und ich hoch schrecke.
Ich öffne die Tür und erschrecke diesmal wirklich. Vor mir steht ein Sensenmann. Die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, die Sense in der Hand. Mit rauher, tiefer, vermutlich verstellter Stimme wird mir mitgeteilt, dass ich aufpassen sollte. Es wäre kein Spiel. Außerdem fragte Gevatter Tod nach einem Schlüssel, der sich in meinem Besitz befinden sollte. Ich erklärte dem Sensenmann, dass ich nicht wisse wovon er sprechen würde und versicherte keinen Schlüssel zu besitzen, der mich nicht wirklich gehört. Ich zitterte, der Angstschweiß stand mir im Gesicht. Der Sensenmann drohte mir, ich solle nicht unvorsichtig sein, stieß mit seiner Sense die Schüssel mit den Süßigkeiten um und lief davon.
Total entsetzt und verängstigt schloss ich die Tür und hockte mich auf den Boden. Ich versuchte mich zu beruhigen. Tief einatmen … und ausatmen … und wieder einatmen… Mein Puls raste immer noch. Ich verharrte in dieser Position einige Minuten bevor es erneut an der Tür klingelte. Ich zuckte zusammen und überlegte kurz, ob ich die Tür einfach nicht öffnen sollte.
Ich zählte innerlich bis zehn und drückte langsam die Klinke herunter. Vorsichtig schaute ich um die Tür und mir blieb das Herz fast stehen.
Vor mir steht Martina, blutüberströmt, schreit wie am Spieß. Ihr Kopf war aufgeplatzt und es sah aus als würden Teile ihres Hirns herausfallen.
Ich wurde kreidebleich und konnte nicht sprechen. Nach der ersten Schrecksekunde ziehe ich mein Handy aus der Tasche und wähle die 112. Kurz bevor das Band der Leitstelle am anderen Ende zu hören ist bricht Martina in schallendes Gelächter aus und ruft “Süßes oder Saures”. Im nächsten Moment sacke ich zu Boden. Das war alles zu viel für mich.
Martina kniet sich zu mir und fragt was los sei. Sie hätte doch nur einen Spaß machen wollen. Sie hilft mir auf die Füße und schiebt mich ins Haus. Wie ferngesteuert führe ich sie ins Wohnzimmer, erlaube mir dann aber sie direkt ins Badezimmer zu schicken, um sich die Wunden abzuschminken.
Als ich die Dusche höre lege ich ihr einen Pullover und eine bequeme Hose vor die Badezimmertür und gehe in die Küche um Kaffee und Tee aufzusetzen.
Ein paar Minuten später betritt Martina die Küche, in meine Klamotten gehüllt, und setzt sich neben mich auf die Arbeitsplatte.

“Erzähl, was war denn das eben? Was ist los mit Dir? Ich dachte, Du freust Dich vielleicht, wenn ich Dich besuche?”

Ich erklärt ihr in einer Kurzfassung was heute geschehen war und erst dabei fällt mir der Schlüssel ein. Der Schlüssel, den ich per Post geschickt bekommen hatte.

Weiter gehts bei Hermione…

Nur geträumt?

Posted: 31. Oktober 2010 in About
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*piep piep*
Mein Handy fliegt auf den Boden … *%§#%&*# … so ein Mist. Ich hänge mich kopfüber vom Sofa und suche darunter nach meinem Handy.
Nervös nestel ich an dem Hightech-Gerät herum und werfe es fast erneut auf den Boden.
Endlich schaffe ich es die Tastensperre zu lösen und den Ordner der eingegangenen SMS zu öffnen. Die Absendernummer kenne ich nicht. Mir läuft es warm und kalt über den Rücken. Ist die SMS etwa von ihr? Von der unbekannten Hübschen aus dem Steuermann?
Ich atme einmal tief ein und aus bevor ich die SMS öffne.

Hallo Timo, vielen Dank für Deine SMS! Natürlich verrate ich Dir meinen Namen. Meine Eltern haben mich Martina getauft. Liebe Grüße.

Ich lese die SMS ein zweites, ein drittes Mal. Martina … Soll ich ihr antworten? Soll ich mit meiner Antwort erst noch warten? Ich will schließlich nicht aufdringlich wirken, aber sie soll auch nicht den Eindruck bekommen, dass sie mir egal wäre. Naja, aber mit der Tür ins Haus fallen wollte ich auch nicht.
Also erstmal ein bisschen abwarten.
Ich gehe in die Küche und koche mir einen Tee. Während mein Heißgetränk noch zieht durchsuche ich meinen Kühlschrank nach einem Snack. Hm, ein Teller Eintopf von gestern, ne, später, Aufschnitt und Käse, ach ne, Brote zu schmieren ist mir jetzt zu aufwendig. Ich ziehe den Sahnebecher aus dem Kühlschrank und schließe die Tür. Auf der Arbeitsplatte steht noch ein Stück Brownie von gestern. Mit dem Ende meines Teelöffels bohre ich ein Loch in den Kuchen und gieße etwas Sahne hinein. Hmmm, lecker, …
Ich wandere mit meinem Tee und meinem Kuchen zurück ins Wohnzimmer und verbrenne mir am ersten Schluck Tee die Zunge. Autsch. Während ich mir den Kuchen genüsslich auf der (verbrühten) Zunge zergehen lasse überlege ich was ich Martina schreiben könnte.
Jetzt oder nie … wenn ich noch länger darüber nachdenke, dann wirds auch nicht besser.

Hallo Martina, bist Du oft im Steuermann? Was machst Du denn so, wenn Du mal nicht mit Deinen Freundinnen unterwegs bist?LG Timo

Jetzt heißt es abwarten. Ich lege mein Handy zur Seite und trinke vorsichtig meinen heißen Tee.

*piep piep*
So schnell habe ich nicht mit einer Antwort gerechnet.

Hej Timo, oft würde ich nicht sagen, eher ab und zu. Ich arbeite als Dozent an einer Schule für medizinische Berufe. Und Du?LG Martina

Medizinische Berufe? Muß ich dann etwa mein Handy vor ihr verstecken? Bestimmt kennt sie die Röntgenfunktion schon, die gibts ja auch für anderen Handys, glaub ich.
Auf jeden Fall antworte ich direkt mal, wenn sie so schnell schreibt, dann wird es ja wohl kein Problem sein, wenn ich auch sofort antworte.

Ich bin Personal Trainer. Hast Du Lust auf nen Tee/Kaffee?

Hoffentlich war das jetzt nicht zu direkt …
Ich zappe ein bisschen im TV, um diese Uhrzeit läuft allerdings nichts vernünftiges. “So lebe ich” … *zapp* “Richterin Alexandra” (in der drölfzehnten Wiederholung) … *zapp* … Musik … *zapp* … “112, da werden sie geholfen” … *zapp* … “Zoom TV” … dabei bleibe ich hängen, wenigstens eine Dokumentation, besser als der Rest.

*piep piep*

Als ich zum Handy greife stoße ich es wieder mal vom Tisch und angle es vom Boden.
Schnell öffne ich die SMS.

Klar, komm vorbei, ich unterrichte gerade in der Rettungswache in Defihausen. Kennst Du die? Hoffe, für Dich ists nicht zu weit. Habe da gleich eine relativ lange Pause. Schaffst Du es in 30min?

Ich fasse es nicht. Jetzt bekomme ich ein Date mit meiner Traumfrau und dann muß ich nicht mal weit fahren. Natürlich kenne ich die Rettungswache! Hatte ich ihr noch gar nicht gesagt wo ich wohne? Stimmt, das hatte ich vergessen. Macht ja nichts.
Ok, ich habe eine halbe Stunde Zeit. Jetzt muß ein Plan her. Also, ich muß noch duschen, mir passende Klamotten raussuchen, die Stoppel sollte ich auch mal aus meinem Gesicht entfernen, Zähne putzen wäre auch nicht schlecht.
Ich stürme ins Badezimmer, schnappe mir meine Zahnbürste und stelle die Dusche an. Als das Wasser heiß ist bin ich mit meiner Mundhygiene fertig und springe in die Duschkabine. In einem Mordstempo shampooniere und schäume ich mich ein, dusche mich ab und wickle mich in mein Handtuch. Nachdem ich mir die Stoppel aus dem Gesicht rasiert habe trockne ich die letzten Tropfen von meinem Körper und laufe in meinen Kleiderschrank. T-Shirt, Hosen, Pullover, Hemden, … fliegen durch die Gegend bis ich das passende gefunden habe. Ich entscheide mich für meine Lieblingsjeans und dazu ein legeres Hemd.
Jetzt fehlt nur noch ein dezentes Parfüm. Ich lege einen leichten, aber männlichen Duft auf.
Oh, jetzt wirds knapp, ich habe nur noch zehn Minuten. Ich schlüpfe in meine Trekkingschuhe und fahre los.

Pünktlich parke ich an der Rettungswache.
Martina steht mit einer Kaffeetasse in einem Hallentor und wartet, dass ich hinein komme. Wir begrüßen uns freundlich, aber zurückhaltend.
Im Aufenthaltsraum ist ganz schön was los. Alle begrüßen mich und ich bekomme einen Tee.
Wir setzen uns zu den anderen in den Wachraum und wie sollte es anders sein, da passiert es. *knarrknartschrumms*
Der Stuhl zerbricht unter mir und ich schlage unsanft mit meiner Schulter auf den Boden.
Schmerzen schießen mir in die Schulter und ich kann mir einen kurzen Aufschrei nicht verkneifen. Ich setze mich auf einen anderen Stuhl und hoffe, dass dieser nicht auch noch zerbricht. Martina schaut sich meine Schulter an und erklärt, dass da auf jeden Fall etwas dran gemacht werden müsse. Das Gelenk würde nicht richtig sitzen. Die Wachbesatzung bot uns einen Schlafraum an, damit sie mich wieder gerade biegen kann. Nein, nein, keine falschen Gedanken hier! Die Schulter schmerzt wirklich!
Martina führt mich in einen Schlafraum und während sie die Tür hinter sich schließt hören wir, dass die gesamte Rettungswache alarmiert wird. Irgend ein großer Einsatz, mit allen Fahrzeugen.
Bevor ich mich auf ein Bett lege hilft mir Martina aus meinem Hemd (alleine komme ich da nicht mehr raus, wirklich nicht!). Während ich auf dem Bauch liege kniet sie sich neben mich und malträtiert meine Schulter. Im nächsten Moment knackt es laut, schmerzt einmal richtig heftig, anschließend wird es aber besser.
Eigentlich möchte ich jetzt noch nicht aufstehen. Ich möchte viel lieber Martinas Nähe genießen.
Als hätte sie meine Gedanken gelesen beginnt sie vorsichtig meine “kaputte” Schulter zu massieren. Das fühlt sich gut an! Sie erweitert die Massage auf eine komplette Rückenmassage und ich genieße jede einzelne Berührung. Gefühlte zwanzig Minuten kann ich mich so entspannen bevor ich spüre wie sie seitlich so weit mit ihren Händen streichelt bis sie mit den Fingerspitzen meinen Bauch berührt.
Ich beiße mir auf die Zunge um nicht leise zu stöhnen.
Wenn ich jetzt noch länger so liegen bleibe und ihre Hände genieße, dann kann ich für nichts mehr garantieren. Ich drehe mich auf die Seite und setze mich langsam auf. Ich schaue Martina tief in die Augen und ziehe sie sanft zu mir herüber. Ihre Lippen fühlen sich wunderbar auf meinen an. Kann mich mal jemand kneifen? Träume ich das etwa?
Nein, ich träume nicht. Als wir die Hallentore hören gehen wir zurück in den Aufenthaltsraum und kochen frischen Kaffee.
Leider ist ihre Pause nun vorbei und ihr Unterricht geht weiter.
Niemand hat etwas von unseren geheimen Küssen mitbekommen und so soll es auch erstmal bleiben.
Ich fahre nach Hause, setze mich wieder vor das langweilige TV-Programm und schreibe Martina eine SMS mit meiner Adresse. Vielleicht kommt sie ja später vorbei!?